zu NZ v 19.7.16 „Seestadt-Türken“ sind entsetzt:

Die Alternative für Deutschland in Bremerhaven hält die Putschkritik der „Seestadt-Türken“ für wohlfeil und kritisiert den aufkommenden Faschismus der Türkei

Der AfD-Kreisvorsitzende und AfD-Gruppenvorsitzende in der Stadtverordneten-versammlung, Thomas Jürgewitz, hält die Empörung der „Seestadt-Türken“ für den Putschversuch in der Türkei für unglaubwürdig.

Die Erdogan-Anhänger begrüßen doch offensichtlich die blutige Niederschlagung mit Lynchjustiz an Soldaten und die Verhaftung von tausenden Oppositionellen, damit ihr „Führer“ an der Macht bleiben kann und die Islamische Republik Wirklichkeit wird.

Wenn gerade der SPD-Abgeordnete Patrick Ötztürk nun fordert, das sich „der Rechtsstaat beweisen muß“, wissen wir aus seinen eigenen offensichtlichen Verstrickungen in kriminelle Machenschaften wie das gemeint ist, kritisiert Jürgewitz die Aussage einer Person, die sich besser z.Zt. dazu nicht äußern sollte.

Wenn Frau Dogan hier Parallelen mit dem Dritten Reich zieht hat sie recht, mit Erdogan hat sich die Türkei in einen Islamfaschismus begeben und die Ähnlichkeiten zum Dritten Reich sind frappieren: mutmaßlich inszenierte Anschläge, Massenver-haftung von Oppositionellen, Gleichschaltung der Presse, härteste Repressalien nach einem Putschversuch, „Säuberung“ von Staatsorganen, Einführung eines Präsidialsystems – letztlich des Führerprinzips und seit 1933 „bewährt“ faßt Thomas Jürgewitz die Situation in der Türkei zusammen.

Da darf man“ so Thomas Jürgewitz „dann durchaus fragen, wann – auch bei einem demokratisch gewählten Regime – ein Putsch gerechtfertigt wäre? Im Dritten Reich, darüber sind wir uns alle einig, hätte die demokratisch legitimierte Regierung des deutschen „Führers“ durchaus auch schon vor dem 20.Juli 1944 „weggeputscht“ werden dürfen!“

Das würden heute alle begrüßen, wie verhält es sich also mit dem türkischen Regime und ihrem „Führer“, fragt Thomas Jürgewitz?

Das gilt sicher auch heute noch für Nordkorea oder andere Schurkenstaaten in Afrika oder Asien, darum ist die künstliche Aufregung unserer Politiker über einen Putschver-such in der Türkei unglaubwürdig – letztlich ist es fraglich, ob ein erfolgreicher Putsch der Demokratie in der Türkei mittelfristig nicht doch mehr genutzt hätte um den Weg in die Völkergemeinschaft zurückzufinden, resümiert der AfD-Kreisvorsitzende.

Da aber Frau Merkel den „neuen Führer“ noch braucht, ist Kritik an diesem unerwünscht und Erdogan kann, was er uns gerade demonstriert, machen was er will, klärt Thomas Jürgewitz die Motivlage, dabei sollte das Beispiel des deutschen „Führers“ Warnung genug vor einer Appeasement-Politik sein.