Thomas Jürgewitz, von Pinguinen und Stadträten:

Bremerhaven hat 11 Stadträte, davon fünf sehr gut bezahlte, fast überbezahlte, sogenannte hauptamtliche Stadträte. Die anderen sechs sog. ehrenamtlichen Stadträte werden nach dem Proporz der Fraktionen besetzt und sind mit rd. 1.000,-€ eher mäßig besoldet, ehrenamtlich eben, aber wichtig für die „Stadtregierung“ der freiesten und wohl auch ärmsten Gemeinde in Deutschland! Ob da ein Zusammenhang besteht? Im Zusammenhang mit dem SPD-Filz sicherlich, und um die Fortsetzung des Ganzen geht es hier!

Den ehrenamtlichen Umweltstadtrat stellt in dieser „Saison“ bis 2019 die SPD, darum darf sie für ihre zurückgetretene Stadträtin einen neuen Kandidaten benennen. Das sollte der umtriebige Hans-Werner Busch werden, bekannt als Pinguin und ewiger BBU-Geschäftsführer, einer Abteilung der sich selbst nährenden Sozialindustrie in Bremerhaven, und eben durch Hans-Werner Busch SPD-geführt, was sonst!

Herr Busch sollte, und wurde erwartungsgemäß am 12.April 2018 von der Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Leider gab es zu dieser Wahl oder der Person des Kandidaten keine Aussprache in der Versammlung, also auch keine Antwort darauf, was den Sportmanager und Sozialromantiker Busch zum Umweltstadtrat befähigt.

Dennoch war die AfD auf eine Aussprache vorbereitet und veröffentlicht hiermit für Interessierte die nicht gehaltene Rede zur Wahl eines ehrenamtlichen Stadtrates, weil hier Aspekte angeschnitten wurden, die doch zumindest amüsant sind!

 

„Wir werden uns hier heute zu dem Kandidaten nicht äußern. Die AfD wird sein künftiges Wirken als Politiker beobachten und dieses zu ggbn Zeit würdigen, ich denke das gebietet die Fairness gegenüber Herrn Busch.

Aber ich erlaube mir noch einige grds Anmerkungen:

Die AfD hält ehrenamtliche Stadträte nicht mehr für zeitgemäß.

Ein Stadtrat ist aus unserer Sicht ein Vollzeitjob, der mit einer entsprechend qualifiziertem Personen besetzt sein sollte, was leider auch nicht bei den hauptamtlichen Stadträten immer der Fall war und ist.

Ich grüße Herrn Rosche an dieser Stelle!

Dazu bedarf es dann in unserer kleinen Großstadt auch nicht deren 11 Minister, die auch einen ganzen Staat leiten können, ich denke, daß auch 5-6 hauptamtliche, und wahrlich gut bezahlte Stadträte diese Arbeit erledigen können.

Schließlich haben diese ca 5.000 Mitarbeiter beim Magistrat, Wasserkopf darf ich ja nicht sagen, sagt der Oberbürgermeister!

Und jetzt wird es nochmals für die Sozis interessant: was ist eigentlich mit ihrer Frauenquote, und der propagierten Verjüngung in Ämtern und Mandaten?

Wenn ich mir ihre Stadträte so ansehe, sehe ich nur eine Frau, und ihre Männer, die dort immer wie in Stein gemeisselt seit vielen Jahren sitzen, sind wahrlich auch nicht mehr die jüngsten – was leider auch für den heutigen Kandidaten im Rentenalter gilt!

Ganz ehrlich: ich hätte mir hier von der SPD eine junge dynamische Bewerberin gewünscht – aber die gibt es wohl in ihrer Partei auch nicht! Schade das!

Entsprechend der Stadtverfassung steht dieser Stadtrat der SPD zu, insofern werden wir uns der Wahl nicht verschließen.“