Verehrte Leser, es ist immer wieder “erregend” festzustellen, was die Medien verschweigen oder verdrehen. Hier zwei Beispiele unserer Qualitätspresse der Nordsee-Zeitung:

  1. Die Gruppenvergewaltigung eines Mädchens von Bulgaren in Mülheim
  2. Das Verschweigen oder Decken der Trunkenheitsfahrt und der Beleidigung von Polizeibeamten eines Bremerhavener Politikers

Zunächst nach Mülheim: Weil es so prägnant ist, stelle ich den dpa-Artikel aus der NZ voran und im Anschluß die Meldung dazu aus der Jungen Freiheit. Erkenne den Unterschied!

 

NZ vom 17.4.20, Seite 6

Jugendstrafen nach Vergewaltigung DUISBURG/MÜLHEIM.

Gruppe Jugendlicher traf sich mit 18-Jähriger

Nach der Vergewaltigung einer 18-Jährigen im Juli 2019 in Mülheim an der Ruhr hat das Landgericht Duisburg drei Jugendliche im Alter 15 Jahren zu Jugendstrafen verurteilt. Einer der Angeklagten erhielt eine Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten, wie das Gericht gestern mitteilte. Die zwei weiteren Angeklagten bekamen Strafen von 18 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Allerdings müssen die beiden für vier Wochen in Dauerarrest. Ihnen hielt die Kammer zu Gute, dass sie nicht vorbestraft sind. DieUrteile gegen die zur Tatzeit 14-Jährigen sind nicht rechtskräftig. Der Prozess fand wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten vollständig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.  Die Richter sind davon überzeugt, dass einer der Angeklagten und ein damals zwölf Jahre alter Freund das spätere Opfer im Juli 2019 zu einem Treffen im Wald überredet hatten. Allen Beteiligten sei klar gewesen, dass es zu sexuellen Handlungen kommen würde. Als später jedoch die beiden anderen Angeklagten und ein weiterer Zwölfjähriger hinzugekommen seien, habe die 18-Jährige klargemacht,dass sie nun nicht mehr wolle. Dennoch sei es zum Geschlechtsverkehr gekommen. (dpa)”

 

“Bewährungsstrafen für zwei Täter

DUISBURG. Das Duisburger Landgericht hat am Donnerstag drei Jugendliche wegen der Gruppenvergewaltigung einer 18 Jahre jungen Frau verurteilt. Zwei 15 Jahre alte angeklagte Bulgaren erhielten Bewährungsstrafen von je eineinhalb Jahren, ein dritter muß eine zweieinhalbjährige Haftstraße verbüßen, teilte eine Gerichtssprecherin mit.

Zudem erhielten die beiden 15jährigen einen vierwöchigen Dauerarrest. Wegen des Alters der Beteiligten fand der Prozeß unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Auch ein strafunmündiges zwölfjähriges Kind sei an der Tat beteiligt gewesen.

Einer der Verurteilten soll sich bereits zuvor an dem Opfer vergangen haben. Der Fall hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt und eine Debatte über die Altersgrenze der Strafmündigkeit und die Asylpolitik der Bundesregierung ausgelöst. So konnten die Familien der Täter nicht abgeschoben werden, da mehrere Erwachsene später angeblich einer Arbeit nachgingen. (ag)”

Eine Erklärung für den dpa-Text wäre wohl, daß die armen Bulgaren nun die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen haben!

Unabhängig davon, danken wir auch hier der deutschen Justiz, die diesen armen “Menschen” weitere “Chancen” auf was auch immer in Deutschland ermöglichen!

Man sieht sich wieder – wahrscheinlich bei Gericht!

 

Zu Teil 2: am Samstag den 18.4. brachte der Weserkurier aus Bremen folgenden Artikel:

“Bremerhavener Politiker soll Polizisten beleidigt haben

Der Politiker (…) soll in der Nacht zu Mittwoch mehrere Polizeibeamte massiv beleidigt und insgesamt zehnmal den Notruf der Polizei missbraucht haben. Zuvor hatten die Beamten den Seestädter mit 1,58 Promille gestoppt, weil er in Schlangenlinien gefahren sein soll. (…)

Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft verwiesen lediglich auf eine Pressemitteilung der Polizei von Mittwochmittag. Der Bremerhavener muss demnach mit diversen Strafanzeigen rechnen, darunter Trunkenheit im Verkehr, Beleidigung und Missbrauch von Notrufen.”

Was erstaunt daran?

Die Pressemitteilung der Polizei zu dem Vorfall erging am Mittwoch Mittag, es war der 15.April, am 18.April berichtet darüber eine Bremer Zeitung!

Und Bremerhaven? Wo ist die Nordsee-Zeitung, die sonst immer bestens Bescheid weiß was in Bremerhaven und insbesondere bei den Parteien und im Magistrat so läuft! Da bleibt kein vertrauliches Wort vertraulich hat man als Politiker den Eindruck!

Aber nun, ein Bremerhavener Politiker, sicher nicht aus der letzten Reihe, flippt aus und die NZ weiß von nichts!

Ich habe dazu gestern unverzüglich den Chefredakteur des Blattes angeschrieben:

“Sehr geehrter Herr Linne,

können Sie mir, dem Bürger und Politiker einmal erklären, warum der Artikel über den besoffenen Bremerhavener Politiker, der am frühen Mittwoch Morgen Polizeibeamte beleidigt hat, erst heute erschienen ist – und das im Weserkurier?

Wie Sie sicherlich wissen, wurde der Vorfall bereits Mittwoch Mittag von der Polizei in einer PK mitgeteilt!

Decken Sie den Mann?

Ich bin auf Ihre Antwort gespannt,

BG

Thomas Jürgewitz”

Erwartungsgemäß antwortet man nicht, das Blatt befindet sich wohl in Corona-Quarantäne.

Warten wir also ab……bis Gras über die Sache gewachsen ist, dann war das (Ver-)Schweigen einvernehmlich, man kennt sich halt gut in Bremerhaven und geht ja auch gern zusammen Essen – da hat das Wort “Überparteilich” oder auch “Unabhängig” gleich einen ganz anderen Klang, von der Bedeutung gar nicht zu Reden!

 

Der Vollständigkeit halber füge ich hier die Antwort von Herrn Linne vom 19.4., 21:21h bei:

Sehr geehrter Herr Jürgewitz,

Danke Ihnen für die Zuschrift. Aus dem Urlaub heraus konnte ich nicht nachvollziehen, warum uns dieses interessante Detail der neutral formulierten Polizeimeldung verborgen blieb.

Zwischenzeitlich haben wir den Sachverhalt jedoch nachverfolgt und die Teile für unsere Leserinnen und Leser zusammengeführt.

Mit besten Grüßen,
Christoph Linne

Und ja, die NZ hat dann tatsächlich am Montag den 20.4. berichtet…..wann war der Vorfall  noch mal?