“Der Raum für die Meinungsfreiheit wird kleiner, so sieht es eine Mehrheit der Bürger.”

In einer Allensbach-Umfrage äußern fast zwei Drittel der Befragten das Gefühl, man müsse im öffentlichen Raum „sehr aufpassen“, was man sagt, schreibt RENATE KÖCHER, INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH in der FAZ vom 22.Mai.

Ach was! Wer im Straßenwahlkampf unterwegs ist weiß das – nicht erst seit 2015! Nun also statistisch erhoben.

Frau Köcher weiter: “Meinungsfreiheit gehört für die Bevölkerung zu den wichtigsten Garantien der deutschen Verfassung. Die Mehrheit attestiert Deutschland auch, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung im Großen und Ganzen gesichert ist – allerdings mit Einschränkungen. Zum einen trennt die Bevölkerung deutlich zwischen Meinungsäußerungen im öffentlichen Raum und im privaten Kreis, zum anderen ist die an sich garantierte Meinungsfreiheit, so der Eindruck der großen Mehrheit, ausgeprägt themenabhängig. Annähernd zwei Drittel der Bürger sind überzeugt, man müsse heute „sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich wie äußert“, denn es gäbe viele ungeschriebene Gesetze, welche Meinungen akzeptabel und zulässig sind.”

Meinungsfreiheit garantiert, laut Art. 5 Grundgesetz! Schön, wenn man darauf pochen könnte und die Meinungsfreiheit für “bare Münze” genommen werden dürfte – in einer freien Demokratie! Aber es gibt ungeschriebene Gesetze…..gegen die Meinungsfreiheit! Wer maßt sich das an? Aber lassen wir noch Frau Köcher reden:

“Allen voran gehört das Flüchtlingsthema für die große Mehrheit zu den heiklen Themen, bei denen man mit Äußerungen vorsichtig sein sollte, gefolgt von Meinungsbekundungen zu Muslimen und dem Islam. Auch die Nazizeit und Juden gehören für die Mehrheit zu den heiklen Themen, (…) Darüber hinaus haben weite Bevölkerungskreise den Eindruck, dass man sich nur mit Vorsicht zu Themen wie Patriotismus, Homosexualität oder zu der Diskussion um das dritte Geschlecht äußern kann.”

 Tabuzonen  Flüchtlinge und Islam. Laut Allensbach sagen 71 Prozent, dass man sich zur Flüchtlingsthematik nur mit Vorsicht äußern kann. Anscheinend würden diese 71% es aber gerne tun! Dazu die klare Erkenntnis von Frau Köcher:

“Spätestens seit 2015 hat die Bevölkerung eine klare Vorstellung, was geschehen kann, (…) Daher hält die Mehrheit weitere Flüchtlingswellen für wahrscheinlich. (…) Geblieben ist der Eindruck, dass die Eliten die Sorgen der Bevölkerung nicht ausreichend ernst nehmen (…) “

Da kommt eben noch einiges auf uns zu – nur, wir dürfen darüber ja nicht reden, denn lt. Allensbach ziehen 59% der Bevölkerung

“die Bilanz, dass  in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Meinungen frei geäußert werden können.” Also trauen sich hier  41 % nicht im engsten Kreis ihre Meinung kundzutun!

Und nun noch schlimmer,

“im öffentlichen Raum sehen nur 18 Prozent eine vergleichbare Freiheit. So sind 62 Prozent überzeugt, dass ein Politiker mit harter Kritik rechnen muss, der äußert, der Islam habe in Deutschland zu viel Einfluss; in ihrem privaten Umfeld gehen dagegen nur 22 Prozent davon aus, dass diese Äußerung Anstoß erregen würde. Die Einschätzung, für Flüchtlinge würde in Deutschland zu viel getan, sehen 61 Prozent im öffentlichen Raum als riskant an, aber nur 31 Prozent im privaten Kreis.”

Und  im Internet? Nur

“17 Prozent sehen das Internet als eine Plattform, auf der man unbedenklich seine Meinungen vertreten kann; 36 Prozent haben dagegen den Eindruck, man solle sich dort bei vielen Themen besser zurückhalten.”

Zum Schluß noch einige Feststellungen zur Political Correctness:

“41 Prozent kritisieren, die Political Correctness werde übertrieben, 35 Prozent ziehen für sich sogar den Schluss, dass freie Meinungsäußerungen nur noch im privaten Kreis möglich sind.”

 Zwei Drittel der Bevölkerung finden es somit völlig übertrieben, wenn statt der Begriffe Ausländer  “umständlich von Menschen mit Migrationshintergrund gesprochen werden soll (…) Der Mehrheit geht auch zu weit, dass immer mehr auf Genderneutralität geachtet wird,(…)  Dies trifft quer durch alle Generationen und Bildungsschichten auf Unverständnis.” 

“Völlig verständnislos reagieren die Bürger” (…) darauf,  “dass beispielsweise Astrid Lindgrens „Negerkönig“ in „Pippi Langstrumpf“ zum „Südseekönig“ mutieren müsste, (…) 57 Prozent der Bevölkerung „geht es auf die Nerven, dass einem immer mehr vorgeschrieben wird, was man sagen darf und wie man sich zu verhalten hat“. 

Wir stellen fest, daß sich auch hier zeigt, daß der normale Mitbürger “normal” ist! Und diese “Normalos” vertreten die Meinungsfreiheit und möchten diese bewahren…oder auch zurückerlangen!

Das unterstützen wir mit all unserem Handeln! Vor der Wahl, im Wahlkampf, und nach der Wahl! Ihre Alternative für Deutschland!

Dank nach Allensbach, das macht uns Mut!

Und immerhin, das Denken und Nachdenken kann man – noch nicht – kontrollieren und  verbieten…aber das schaffen DIE auch noch!

Thomas Jürgewitz