Verehrte Mitbürger, Landkreisbewohner, Touristen!

Wie gefällt Ihnen Bremerhaven? Gehen Sie dort gern Einkaufen, in der Innenstadt – oder eher nicht?

Bremerhaven (besser seine Regierungspolitiker) nennt sich (nennen es gerne) “Oberzentrum”, also “das” Zentrum von Bremerhaven und seinen (niedersächsischen) Umlandgemeinden – und leitet daraus bestimmte Vorrechte ab! Allerdings steht Bremerhaven damit in Konkurrenz und z.T. in Widerspruch zu den Nachbargemeinden – die machen das Spiel der Vorherrschaft z.T. nicht mit.

Deshalb versuchte man seit 2016 entsprechende Konzepte für Bremerhaven und das Umland aufzustellen und deren Ergebnisse quasi als Gesetzte anzuwenden. War teuer (Gutachten), hat aber offensichtlich nicht funktioniert.

Nicht erst seit dem gibt es Streit insbesondere mit der Gemeinde Schiffdorf (und ihrem Einkaufszentrum Spaden)…und nun will gar “unser” Oberbürgermeister Grantz Schiffdorf verklagen!

Tolle Geschichte!

Bremerhaven erreicht im Kaufkraftindex gerade einmal noch 87,6 Prozent….Bremen erreicht fast 100%, Geestland liegt bei 102,4, Loxstedt bei 104,3, Schiffdorf 106,1….das erklärt schlechte und gute Wirtschafts- und Bevölkerungspolitik – und die Bilanz eines Oberbürgermeisters!

Das war Thema am 1.12.22 in der Stadtverordnetenversammlung von Bremerhaven, dazu die Rede des AfD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Jürgewitz die den OB Grantz richtig in Rage brachte (aber Politik muß Spaß machen, auch wenn die Sache vielleicht erst ist und ein Amtsinhaber auch erkennen sollte, daß er besser Platz machen sollte für befähigtere Politiker):

 

“Das Einzelhandels-Konzept von 2016,

ja, es war damals schon notwendig, und Gutachten kosten immer viel Geld, die AfD war damals schon skeptisch,

und schon damals hat die AfD gefragt, ist es gutangelegtes Geld?

Und wir bemängelten fehlende Details im Gutachten,

wie den Einfluß des Einzelhandelszentrums Spaden auf Bremerhaven, weil Schiffdorf schon damals sich selbst näher war als dem Oberzentrum Bremerhaven,

wie den Einfluß von 1,4 Mio Übernachtungsgästen, die maßgeblich auch die Prosperität der Stadt bestimmen!

Und wir befürchteten- offensichtlich zu recht – daß teure Gutachten in den Schubladen der Ämter verschwinden!

Sechs Jahre sind seitdem vergangen,

was ist seitdem passiert?

Was hat es gebracht?

Ich dachte, nein hoffte eigentlich, daß das, was damals beschlossen wurde längst umgesetzt ist!

Tatsache ist aber,

Das Einzelhandelskonzept von 2016…..ging voll in die Hose

Schauen Sie sich um:

Bremerhaven – Oberzentrum ohne Zentrum,

die Innenstadt ist tot, Saturn weg, Karstadt weg, so gut wie keinerlei Fachgeschäfte mehr,

dafür Dönerläden und arabische Restaurants …massenhaft! Wer brauch die, werten diese die Innenstadt auf?

Wer geht noch in die Innenstadt? Touristen sicherlich nur ein einziges letztes Mal!

Die Leute gehen nach Spaden, Bohmsiel und ja, z.T. in das neue Outletcenter, wo es immerhin Markenartikel gibt,

aber sonst, Tristesse wohin man sieht!

Und nun kommen Sie mit einer neuen Vorlage zum Einzelhandels-Konzept,

was sehen wir?

Die Kaufkraftkennziffer für Bremerhaven ist mit 87,6 weiter gesunken und damit –

wie nahezu alle Kennziffern zu Bremerhaven nach 75 Jahren SPD-Herrschaft –

katastrophal!

Was machen Sie?

Sie wollen künftig Planvorhaben durch Planvorgaben mit einem Zentrenkonzept erreichen,

Planwirtschaft für den Einzelhandel nenne ich das,

oder frei nach ihrem Bruder im Geiste:

den Sozialismus in ihrem Lauf, halten weder Vernunft noch Dummheit auf!

Das was hier heute beschlossen werden soll, wird genau so wenig funktionieren wie ihre teuren Einzelhandels-Gutachten der vergangenen Jahre

Die Leute fahren auch weiterhin lieber zum Einkaufen nach Bremen oder Oldenburg, wenn sie überhaupt noch Geld haben!

Stärken Sie endlich die Kaufkraft in Bremerhaven, dann werden sich auch wieder attraktive Anbieter in der Stadt ansiedeln,

schaffen Sie Wohnraum für die fast 50% der Arbeitnehmer die täglich nach Bremerhaven pendeln, damit diese hier Steuern zahlen und ihr Geld hier ausgeben,

führen Sie eine Residenzpflicht für die Beamten des Magistrates ein,

damit diese nicht gut und gerne außerhalb leben und uns Bremerhavenern dann aber erklären wollen, was wir zu tun haben, wie wir zu leben haben,

verhindern Sie den Zuzug von weiteren potenziellen Kandidaten für die soziale Hängematte die Bremerhaven noch weiter ins Elend stürzen,

sehen sie zu, daß Sie zumindest einen Teil dieser Leute möglichst bald wieder los werden,

dann klappt es auch mit dem Einzelhandel, wenn hier gelebt und gearbeitet wird,

und zwar im Hafen, im Handwerk, der Nahrungsmittelindustrie, den Werften, im Tourismus – aber nicht in der Sozialindustrie!”

 

Hier noch ein Hinweis auf die Beliebtheit, bzw. die Kompetenzeinschätzungen der Bevölkerung in Sachen “Oberbürgermeister Grantz”: am  22.9.22 haben wir dazu die Ergebnisse einer INSA-Umfrage der AfD-Fraktion im Internet veröffentlicht…..klarer geht es kaum!