Thomas Jürgewitz über die Freiheit der Presse dem Volk Romane als Tatsachen unterzujubeln – meistens klappt es, manchmal nicht:

DER SPIEGEL, das Sturmgeschütz der Demokratie!

Oder, eine auf einem Lügengerüst aufgebaute Welt, in der es sich wohl nicht mehr gut, aber zumindest preisgekrönt leben ließ.

Die SPIEGEL-Affäre mit neuen Inhalten, Hitlers Tagebücher lassen grüßen! Der Hohlspiegel, letzte Seite!

Jetzt  wurde der größte deutsche Medienskandale der letzten Jahre öffentlich: Der „Spiegel“-Reporter Claas Relotius veröffentlichte über Jahre wohl mindestens 60 prominente Reportagen, die frei erfunden waren. Ein Desaster für das Medium, ein Schock für die links-grüne Medienwelt. Auch „taz“, „Zeit Online“, das „SZ Magazin“ oder die FAS hatten seine Artikel veröffentlicht und sich und den “Journalisten” Relotius dafür gaaanz groß feiern lassen: Erst vor wenigen Wochen erhielt der 33-Jährige den Deutschen Reporterpreises 2018.

Ein Auszug aus der Preisrede: Seine Reportagen seien von „beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offen lässt, auf welchen Quellen er basiert.“  Kann man, kann sich die Medienwelt lächerlicher machen als mit diesem “Halodrius”? Mit sich selbst und ihren narzistischen Preisen?

Dazu schreibt Franz Josef Wagner in der „Bild“: „Es ist, als würde es von unten nach oben regnen. Nein, viel schlimmer. Es ist, als hätten Paparazzi den Papst im Bordell erwischt.“ 

Ein Rechercheteam von 70 Leuten beim SPIEGEL ist hochbezahlt um fake news zu entdecken und zu verhindern – das Personal kann sich de SPIEGEL sparen, und wir sind gespannt, wie sich die Auflage des SPIEGEL entwickelt. Es war zuletzt eine Auflage von  717.000, Tendenz stark fallend! Der STERN läßt weiter grüßen!

Und wer nun glaubt, daß das beim “Sturmgeschütz” SPIEGEL ein einmaliger Ausrutscher sei, sei exemplarisch auf die Märklin-Affäre verwiesen:

Rene Pfister, „Spiegel“ 2011. Für sein Porträt über den CSU-Politiker Horst Seehofer illustrierte „Spiegel“-Journalist Rene Pfister einen Einstieg mit dessen Modelleisenbahn in Ingolstadt. Die existiert, doch der Journalist war nie im Hobbykeller von Seehofe! Der Henri-Nannen-Preis wurde ihm aberkannt.

Dazu zwei weitere Beispiele unserer “Qualitätspresse”: 

Blick in die Medien: POLITISCH EINGREIFEN

Von Ronald Berthold, JF vom 14.12.18

Der Druck, bei ARD und ZDF Hofberichterstattung zu leisten, ist groß. Wie groß, das macht zwei Jahre nach einem Interview mit dem Psychiater Hans Joachim Maaz die frühere MDRJournalistin Katrin Huß (…) öffentlich. Sie hatte Maaz aussprechen lassen, als dieser die Flüchtlingspolitik kritisierte.

Das wurde ihr zum Verhängnis, sie mußte zum Rapport beim Chefredakteur. Da fiel der entscheidende Satz: „Du bist verantwortlich für das, was die Gäste auf Sendung sagen, und du hast politisch einzugreifen im Sinne des MDR.“ (…)

Der Fauxpas, daß ein Experte tatsächlich eine vom Merkel-Fernsehen abweichende Meinung äußern durfte, hatte Folgen.

Maaz hatte über die Flüchtlingskrise gesagt: „Wer auch nur irgendein kritisches Wort sagt, wird sofort als ‘rechtsextrem’ oder ‘populistisch’ eingeordnet. Eine wirkliche Kritik wird überhaupt nicht mehr zugelassen.“

Wie recht er damit hatte, zeigte sich auch im nachhinein. Die Zuschauer waren zwar begeistert, verrät Katrin Huß heute: „Endlich sagt mal jemand die Wahrheit!“

Der Zuspruch des Publikums half der Journalistin jedoch nicht. Schon am nächsten Tag entwickelte sich die Redaktionskonferenz zum Standgericht. Fünf Kollegen hätten sie „befeuert“: „‘Wie kannst du den Mann so reden lassen?‘“ Die anderen 35 hätten lediglich betreten geschwiegen. Nach 20 Minuten habe sie dann geantwortet: „Leute, ich bin Journalistin, ich bin kein Meinungsmacher.“ Sie müsse „neutral“ sein.

Eben nicht – jedenfalls nicht beim Staatsfunk. Das alte SED-Lied kam ihr in den Sinn: „Die Partei, die Partei hat immer recht.“ Schließlich habe sie sich gefragt: „Ist das der Journalismus, den du machen möchtest?“ Ein halbes Jahr später hat Katrin Huß gekündigt. Ihre Geschichte wirft die Frage auf, wie viele Mitarbeiter bei den Öffentlich-Rechtlichen deren Vorgehensweise nur noch mit der Faust in der Tasche mittragen.“

Was wohl die Buten & Binnen-Redakteure dazu sagen würden….wenn sie dürften!?