Liebe Eltern und Schüler, verehrte Mitbürger in der Corona-Gemeinschaft, wo wir lt. Merkel nun alle zusammenstehen müssen!

Ja stimmt – aber nimmt die Politik das Problem einer u.U. größten Seuche seit der Spanischen Grippe eigentlich ernst, oder weiß man mehr, hält aber bewußt das Volk dumm?

Da kann man rätseln, auch hier in Bremerhaven:

bereits am Donnerstag den 5.März zitierte unser Provinzblatt den Leiter des Gesundheitsamtes Cuxhaven, versteckt im Landkreisteil der Zeitung, den kaum ein Bremerhavener liest, mit den Worten “Viele werden erkranken”!

Am Freitag den 6.März dann allerdings auf dem Titelblatt “Corona erreicht die Schulen”! Man nimmt hier Bezug auf Italien, aber auch einige Städte in Niedersachsen wie Celle und Stade.

Und Bremerhaven? Kein Wort im Bremerhaventeil der NZ, kein Wort von der Politik zur Gefährdungslage in Bremerhaven, ebenso am Samstag, den 7.März!

Am Montag dann tatsächlich im Bremerhaventeil eine Schlagzeile.”Coronafall: AWI vor Problem!” Der AWI-Mitarbeiter wurde in seine bayrische Heimat zurückgeschickt, Problem gelöst – es wird also doch in Bremerhaven abgeschoben!

Aber sonst….offensichtlich hat sich ein sozialistischer Schutzwall um Bremerhaven gelegt, der auch das Virus abhält! 

Am Dienstag den 10.März tagte nun der Schulausschuß, und man hätte erwarten können, daß hier insbesondere die Gefährdungslage der Schüler ein Thema gewesen wäre, schließlich befinden sich in jeder Schule viele Menschen auf engsten Raum und in einer Klasse mit 20-25 Schüler hat in dieser Jahreszeit wohl immer einer Schnupfen, Husten, Unwohlsein….und wäre dann wohl auf das Virus zu testen!

Aber Fehlanzeige, der Schul- und Kulturausschuß befaßte sich wie immer mit unheimlich wichtigen Themen der Kulturschaffenden und des Schulamtes auf die ich hier nicht eingehen muß, aber mit keinem Wort, keinem Antrag oder einer Anfrage zum Coronavirus und seinen Auswirkungen auf die Schüler und das Bremerhavener Schulsystem. 

Darum war es die AfD, die am Ende der Sitzung folgende Fragen an den Vertreter des Magistrates, den Schuldezernenten Michael Frost richtete:

“Fragen zu Corona an Dez.Frost:

Gemessen an der bisherigen Ausbreitung des Coronavirus in Europa, insbesondere in Italien, ist davon auszugehen, daß diese Epidemie auch Deutschland, und somit Bremerhaven, in den nächsten 14 Tagen in größeren Dimensionen heimsuchen wird als uns dieses z.Zt. durch die Politik der Bundesregierung dargestellt wird!

Fragen: Wie sind das Schulamt und die einzelnen Schulen auf die Ausbreiten des Coronavirus in Brhv vorbereitet?

Welche Maßnahmen wurden bereits ergriffen?

Welche Maßnahmen werden ergriffen, wenn erste Coronafälle an Bremerhavener Schulen gemeldet werden?

Zusatzfragen:

Gibt es Schutzausrüstungen, z.B. Mundschutze für Lehrer und Schüler?

Gibt es Desinfektionsspender in ausreichender Anzahl an allen Schulen?”

Herr Frost war in der Sitzung am Dienstag offensichtlich entweder nicht Willens oder in der Lage auf diese Fragen zu antworten.

Er antwortete allgemein: es gebe einen Krisenstab! Er warnte vor Hysterie!

Nicht einmal zu Desinfektionsspendern an den Schulen konnte oder wollte er – selbst nach der Wiederholung der Frage – klare Ausführungen machen.

Diese Reaktion des für alle Schulen und Schüler verantwortlichen Dezernenten halte ich für grob fahrlässig in Anbetracht des grassierenden Virus, der auch vor Bremerhavener Schulen nicht halt machen wird!

Ich habe entsprechend darum gebeten diese Fragen, die ich der Protokollantin in Schriftform mitgegeben hatte, umgehend entsprechend der Dringlichkeit i.S. Corona zu beantworten.

Ich bin sehr auf die Reaktion des Schuldezernenten gespannt, der offensichtlich den Ernst der Lage nicht erkannt hat oder diese negiert!

 

Bis heute, Freitag den 13.März, 11.03h liegt eine Antwort des Schuldezernenten nicht vor – hoffen wir mal, daß der Krisenstab tagt und die Lage im Griff hat und kein Bremerhavener Schüler oder Lehrer betroffen sein wird!

 

Ach ja, im Schulausschuß am Dienstag saßen die Abgeordneten wieder an Schülertischen, immer zwei Personen an einem, zusammen.

Schön eng, wenn man bedenkt, daß Stadtverordnete eher doppelt so schwer und leider wohl auch körperfüllender wie Schüler sind! Da hat das Virus es dann leicht in einer “Ölsardinenbüchse” “überzuspringen” – schon diese Sitzordnung war unverantwortlich Herr Frost!

Nicht nur in der Öffentlichkeit sollte man den Vorschlag der Kölner Oberbürgermeisterin Reker befolgen: bei potenziellen Feinden immer eine Armlänge Abstand halten, Virologen empfehlen sogar 2 Meter!

Und der Schuldezernent verweist an den Krisenstab!

BG Thomas Jürgewitz