Trump und Korea – ein historischer Meilenstein zum Frieden?

Der stellvertretende Bremer AfD-Landesvorsitzende auf einer politischen Veranstaltung in streitbarer Rede:

Bevor wir als AfD zu viel Lob über Trumps Politik in Sachen Korea ausstreuen, sollte wohl bedacht werden, daß fast alles, was Trump z.Zt. außenpolitisch tut, auf die Isolation des Iran zielt.

Trumps Taktik ist es, andere Iran-Unterstützer wie eben Nordkorea durch anerkennende Zugeständnisse vom Iran zu isolieren, oder auch nette Dinge über Rußland zu sagen, etwa jüngst die Rückkehr zu den G8 zu fordern, das den Iran bisher ja ebenfalls stützt.

Dazu gehört ebenso das scharfe Auftreten gegen die Europäer, die in Sachen Iran bisher nicht mitziehen wollen und eine weitere Forcierung einer explosiven Politik direkt im Nahen Osten, z.B. durch die völlig unnötige Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem.

Trump läßt langjährige Verbündete wie Südkorea einfach fallen und erklärt den Schutz des Landes vor der kommunistischen Diktatur des Nordens für obsolet!

Wie wäre das gewesen, wenn Präsident Reagen ohne die Bundesrepublik zu fragen sich mit Honecker getroffen hätte und danach die schützende Hand von Westdeutschland genommen hätte?

Unvorstellbar! Aber mit Südkorea, Japan und den Philippinen, die seit 1945 auf den amerikanischen Schutz angewiesen waren und sind, geht der sprunghafte Trump um wie mit Kolonial-Staaten!

Trumps Anbiederung an Putin wird wieder, wie kurz nach seiner Wahl nur von kurzer strategischer Dauer sein – Putin ist klüger als die ganze restliche Regierungsmannschaft aus Washington, und er wird die Amtszeit Trumps überleben!

Die Vereinbarungen mit dem kleinen Diktator aus Nord-Korea werden nur solange von Trump als positiv bewertet wie er diesen „Meilenstein der Weltgeschichte“ braucht – per Twitter wird er dieses kündigen und zu dem Ziel zurückkehren was bis vor wenigen Monaten galt, der völligen Vernichtung des nordkoreanischen Systems.

Was wir derzeit erleben, läßt sich leider nicht als Agenda für den Weltfrieden, sondern sehr gut als diplomatische Kriegsvorbereitung für den Nahen Osten deuten.

Natürlich ist es nicht so, daß die AfD möchte, daß das Mullah-Regime weiter an der Macht bleibt, zumindest ich aber halte die derzeitige US-Politik für kurzsichtig und schädlich, letztlich ist Trump das Problem, seit er an der Macht ist, ist Amerika nicht mehr verläßlich – und das ist schlecht für alle Staaten, auch für Amerika.

Wir können feststellen, bei Putin wissen wir woran wir sind, Putin ist berechenbar, auch wenn er kein lupenreiner Demokrat ist, Trump ist unberechenbar und Amerika dadurch nicht mehr verläßlich, wirtschaftlich, politisch und militärisch – und Trump ist auch kein lupenreiner Republikaner, Trump wird leider zunehmend gefährlich für uns alle! Hier geht es nicht um den Weltfrieden, sondern wie eh und je um Machtpolitik : „America first“!

Da müssen in Europa, in Japan und Südkorea die Alarmglocken schrillen und hoffentlich zu der Erkenntnis führen, dass kein Weg daran vorbeigeht, Schritt für Schritt selbständiger für die eigene Sicherheit zu sorgen – militärisch durch eine angemessene eigene Rüstung und diplomatisch durch ein besseres Verhältnis zu Russland ohne das die eigene Sicherheit zu vergessen ist!

Fazit:

Weder Demokraten noch Diktatoren können sich auf Trump verlassen – wir leben in schwierigen Zeiten und werden uns neue Freunde und Verbündete suchen müssen! Deutschland muß wieder an sich selbst denken, andere tun es schon immer!