Sehr geehrte Leser, gestern am 7.12.22 gab es einen bundesweiten Einsatz gegen die sog. Reichsbürgerszene! Waren Sie auch davon überrascht….oder wußten auch Sie davon….schon vorher?

Vorab das Fazit, wie auch die gestrige Sendung Markus Lanz zu dem Thema bestätigt, es ist die Weiterführung des “Kampfes gegen Rechts” zur Erledigung der AfD – hören Sie in den nächsten Tagen  Medien und Politik genau zu…..es geht nicht um 25 oder 50 Rentner die den Staat stürzen wollen!

Dazu geben wir auszugsweise die Meinung der Journalistin Susanne Gaschke aus der NZZ vom 7.12.22 wieder:

“Der Putsch, der nie passiert wäre

Haben Deutschlands Sicherheitsbehörden wirklich die grosse Reichsbürger-Verschwörung vereitelt, oder haben sie womöglich mit Kanonen auf Spatzen geschossen? Der historische Grosseinsatz und die flankierende Medienberichterstattung werfen Fragen auf.

Auch wenn die Aufregung über die mutmassliche «Reichsbürger»-Verschwörung, die deutsche Sicherheitsbehörden aufgedeckt und vereitelt haben, gross ist: Ein Umsturz oder Bürgerkrieg steht in Deutschland wahrlich nicht bevor. Die Wahnvorstellungen einiger sektiererischer Ewiggestriger sind für die überwältigende Mehrheit der Deutschen in keiner Weise nachvollziehbar. (.)

Gleichwohl gibt es Punkte, über die man sich Sorgen machen muss, und Fragen, die sich stellen. (.)

Die selbsterklärten Reichsbürger vertreten aberwitzige Positionen, etwa die, dass der deutsche Staat gar nicht existiere, oder aber, dass Deutschland eine «Gesellschaft mit beschränkter Haftung» (GmbH) sei, die ihre Bürger als «Personal» betrachte – was man, so die Logik des Wahnsinns, schon an der Bezeichnung «Personalausweis» erkennen könne.(.)Ohne damit einem der 20 Millionen über 65-Jährigen in Deutschland zu nahe treten zu wollen: Vielleicht haben politische Stimmungen, die in den Verschwörungsextremismus führen, heute auch etwas mit der Demografie zu tun? Dann ginge es darum, zu abwegigen Meinungen nicht deshalb zu schweigen, weil es so anstrengend ist, mit denen zu streiten, die sie vertreten: Alle Demokraten wären dazu aufgerufen, diese Anstrengung auf sich zu nehmen.

Viel Presse für den Polizeieinsatz

Schliesslich ist ein vierter Punkt verstörend: Im politischen Berlin war seit Tagen zu hören, es sei «eine grosse Sache im Busch». Manche Medien wussten offensichtlich von den bevorstehenden Razzien und Verhaftungen, denn viele Redaktionen veröffentlichten fast zeitgleich – wie nach einer Sperrfrist – umfangreiche Berichte zu der eigentlich doch ganz neuen Eilmeldung.

Ein Moderator des Parlamentssenders Phoenix gebrauchte die eigenartige Formulierung «Wir sind ganz froh, dass wir nichts vorher davon gehört haben, dann sind die Nachrichten hinterher umso stürmischer». Das klang fast so, als fühlte sich jemand verpflichtet, den Verdacht der breiten Vorabinformation zurückzuweisen.Warum wäre die organisierte Medienbegleitung der Einsätze ein Problem?

Weil sie entweder ein unkalkulierbares Risiko für das Gelingen der ganzen Aktion hätte bedeuten können. Oder aber weil sie anzeigt, dass die Sache doch noch nicht so brandgefährlich war. Im letzteren Fall könnte der Eindruck entstehen, es gehe hier vor allem – oder auch – um eine politische Public-Relations-Übung. Das wäre dann Wasser auf die verschwörungstheoretischen Mühlen, die es zu bekämpfen gilt.”

 

Hier noch einige Leserzuschriften zum Thema aus der NZZ:

Julian Reichelt:  „Unbequeme Wahrheit: Wenn nahezu alle Redaktionen des Landes vorab von einer Geheim-Operation wissen, ist es keine Geheim-Operation, sondern eine PR-Operation.“

Gudrun D.: “Diese Posse ist eine Lachnummer. 3000 bis an die Zähne bewaffnete GSG9- und SEK-Leute jagen 25 Rentner morgens um sechs Uhr aus dem Bett, und in der Welt lese ich soeben, viel ist noch nicht gefunden worden. Für wie unterbelichtet hält man eigentlich den Bürger?”
 
Sabine E:  “Dieser, die Verhätnismässigkeit, weit überschreitende Einsatz und die dazu eingeladenen  “Dokumentierter”; ich weigere mich hier von unabhängigen Journalisten zu sprechen; verfolgen eine sehr durchsichtige Strategie. Ich bin durchaus der Meinung, das rechte gewaltbereite Gruppen beobachtete werden müssen. Aber ich bin genauso der Meinung, das mit gleicher Aufmerksamkeit auch gewaltbereite linke und umweltbewegte Gruppen beobachtet werden müssen. Nicht das die skeptischen Bürger den Eindruck gewinnen  – es werde mit zweierlei Mass gemessen –.

Sehr beunruhigend die Vorstellung, dass diese Vorgehensweise zur Begründung, genutzt werden könnte, mögliche missliebige verbeamtete “Staatsfeinde” aus dem Apparat zu drängen.(.)”

 
F. :”Die Terrorgefahr ist ernst zu nehmen, das stimmt. 
Abgesehen davon geht von diesen Witzfiguren nur eine echte Gefahr aus: Sie sind die personifizierten Vorwände für weiteren Demokratieabbau.”
 
G. B. :”Ich würde mir wünschen,daß so schnell reagiert würde,wo es kriminelle Clans und die gewaltbereiten Links/Grünen/Apo etc. geht.Da geht es um Hunderttausend!Wenn die Polizisten verprügeln,Autos abfackeln usw. passiert nichts.Sind ja links, also automatisch die Guten.Aber wenn es um Rechte geht,wird die Keule ausgepackt. Diese rechten Spinner nimmt kaum eiber Ernst. Nur die Politik baut sie als Popanz auf,wobei man sie durch linksradikale, bürgerfeindliche Politik erst groß gemacht hat.Absurde Theater. 
Kommt nach den jüngsten Vorfällen gerade recht.Bestimmt den “Mainstream” Das Leben eines Bürgers ist dagegen egal.”
Hans Fürer: “Der deutschen Regierung ist wirklich nicht mehr zu helfen, wie kann man die mehr als nur merkwürdigen, total unrealistischen Gedanken einer Handvoll Leute derart ernst nehmen?”