Verehrte Mitbürger, insbesondere aus Bremerhaven!

Bremerhaven war einmal ein führender Werftenstandort in Deutschland, mehr als 10.000 Menschen aus Bremerhaven und den angrenzenden Landkreisen arbeiteten bei Seebeck, Rickmers, SUAG, der Siegholdwerft oder der Lloyd-Werft. Davon ist unter tätiger Mittäterschaft der Politik in Bremen und Bremerhaven nicht mehr viel übrig!

Früher hießt es, “wer was kann, fängt bei Seebeck an – wer die Arbeit scheut, geht zum Lloyd”! Natürlich war dieser Spruch schon damals Blödsinn, und letztlich hat nur die Lloyd-Werft überlebt, auch wenn dort heute nur noch knapp 350 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Nun steht aber auch diese Werft erneut auf der Kippe, der Eigentümer, eine malayisch-chinesische Firma, die mit Spielkasinos offensichtlich Milliarden verdient hat, hatte sich schon 2015 mit dem Erwerb der Lloyd-Werft verspekuliert und will den Lloyd nun unter der “Coronakrise” schnellstens bis Ende 2021 loswerden.

Die Politik in Bremen ist aufgeschreckt, dabei war genau dieses lange vor Corona, bereits 2016, absehbar! Wie das Werftensterben ab 1975!

Dazu hat die Volksfrontregierung unter Führung der SPD nun zur eigenen Beruhigung, oder machen sich hier Täter zu Opfern, eine aktuelle Stunde in der Bürgerschaft beantragt.

Natürlich nahm der Bremerhavener AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Thomas Jürgewitz Stellung:

“Die Arbeiterpartei ohne Arbeiter – heute in der Aktuellen Stunde in der Bürgerschaft zur Lloyd-Werft – Immerhin!

Alles hat seine Geschichte – auch die Lloyd-Werft!

Ja, für die Probleme der Lloyd Werft kann – heute – Bremen tatsächlich nichts!

Aber diese Werft hatte einmal 2500 Beschäftigte, heute sind es noch rd 350, die allerdings immer noch hochwertige Arbeit leisten!

Aber an dem schleichenden Exodus der Werft hat auch Bremen seinen Anteil: der Zusammenschluß vom Norddeutschen Lloyd aus Bremen und Hapag aus Hamburg zu Hapag-Lloyd fand 1970 paritätisch statt, der Firmensitz war Bremen und Hamburg, je zur Hälfte!

Vom Bremer Anteil ist heute nichts mehr übrig! Wie immer waren die Hamburger cleverer! Weitere Beispiele gibt es, nenne Eduscho, aber ich erspare es mir hier darauf einzugehen.

Und ich garantiere Ihnen, bei der angedachten Fusion von Eurogate und HHLA wird es wieder so kommen! Warum? Schauen Sie damals wie heute auf die Regierungsbank: damals ungelernte Politiker, heute Gendersternchen!

Zurück zum Lloyd :

Als eine der ersten Aktionen, trennte sich Hapag-Lloyd bereits 1973 von seiner Werft in Bremerhaven, die Werft taumelte durch mehrere Krisen und Konkurse bis eine chinesische Prinzessin sie 2015 scheinbar wachküßte!

Aber die Reanimation war nicht von langer Dauer, bereits nach sehr kurzer Zeit entdeckte die Prinzessin neue Liebschaften an der Ostsee, und die Lloyd Werft stand eigentlich schon ab 2016 wieder auf der Kippe.

Und nun kommt Corona und chinesische Prinzen und Prinzessinnen benötigen keine Schiffe mehr –

der Lloyd soll schließen oder verkauft werden!

Und jetzt kommen Sie, der Senat!

Sie verweisen an Berlin! Glauben Sie allen Erstes, daß die Werft mit ihren 350 Arbeitsplätzen in Berlin ins Gewicht fällt?

Ja, man könnte den unverzüglichen Bau der Polarstern 2 oder ein Flottenbauprogramm, Forschungsschiffe, Marinefahrzeuge, ja selbst von – wie passend – Migrantenrettungsboote fordern,

aber gefordert sind Sie hier vor Ort, machen Sie etwas, handeln Sie!

Die Lösung der SPD: nichts, man appelliert – an wen? Wer sitzt in Berlin und Bremen in der Regierung?

Offensichtlich ist die Übernahme der Lloyd-Werft durch den Stahlbauer Rönner ein finanzielles Problem:

der China-Prinz möchte lt Presse seinen Einsatz, 34Mio, wiedersehen,

die Werft hat aber keine Aufträge mehr und soll nur mit einem einstelligen Millionenbetrag bewertet sein,

und nur einen solchen will verständlicherweise Rönner wohl auch bezahlen!

Wie würde Hamburg in einer solchen Situation reagieren?

Nun, es gibt wieder das Beispiel Hapag-Lloyd: als es notwendig wurde, stieg das Land mit einer Beteiligung bei HaLo ein!

Und war nicht auch Bremen schon einmal am Lloyd beteiligt?

Machen Sie es Hamburg nach, verzichten Sie auf Ihre Gender- und Klimaträume, ihre autofreie Innenstadt, investieren Sie in die Wertschöpfung, in Arbeit, in den Arbeiter, in das, was Steuern erwirtschaftet – falls sie überhaupt noch wissen was ich meine!

Investieren Sie in Bremerhaven, in Rönner, und Sie hier in Bremen können weiterhin gut von ihrer Kolonie Bremerhaven leben! 1000 Rönner-Leute finanzieren Sie hier bereits!”