Seit Jahrzehnten fordert der AfD-Gruppenvorsitzende Thomas Jürgewitz die Direktwahl des Oberbürgermeisters von Bremerhaven. Bremerhaven ist die einzige Großstadt in Deutschland, mit Ausnahme der reinen Stadtstaaten Berlin und Hamburg, die ihren Bürgermeister nicht direkt wählen dürfen.

In Bremerhaven ist die SPD bis heute dagegen, sonst wäre auch Herr Grantz nicht wiedergewählt worden. Filz ist Trumpf!

Die CDU war in der letzten Legislaturperiode, als die CDU noch in der Opposition war, für die Direktwahl des OB – nun, im Herbst 2016 waren sie in der Koalition mit der SPD und wollten davon nichts mehr wissen – also blieb besagter Bürgermeister – bis 2023, das mag schrecken!

Schnelle Meinungsänderung (wie bei Atomkraft, Flüchtlingen, Sicherheit pp) : nachdem die Wahl in der Stadtverordnetenversammlung “gut” für die SPD und Herrn Grantz mit Unterstützung der CDU ausgegangen ist, möchte die CDU nun wieder die Direktwahl!

Was für ein jämmerliches Schauspiel der Merkelpartei um ihren Fraktionschef Raschen, der auf jeder Sitzung versucht, sich zu profilieren, indem er die AfD angreift, weil er noch nicht erkannt hat, daß sein politischer Gegner ganz woanders ist! So wird Herr Raschen nie Stadtrat!

Aber immerhin, es kommt Bewegung in die Sache, die FDP hat einen Antrag vorgelegt, und die CDU hat schon mal nach den Kosten gefragt.

Dazu die Rede des AfD-Gruppensprechers in der StVV-Sitzung vom 9.2.17:

“Sehr geehrte Frau Vorsitzende, meine Damen und Herren!

Löblich, wie auch die Anfrage 76/16 der CDU dazu in Sachen Umsetzung und Kosten –

allerdings hätte die CDU mit Unterstützung der Opposition längst die Direktwahl des OB durchsetzen können – dann hätten wir heute wohl andere Verhältnisse in Brhv – nicht nur im Rechnungsprüfungsamt!

Mit der Direktwahl erfüllen Sie damit eine Forderung der AfD von 1983,

als heutige Teile der AfD noch bei der CDU waren und der SPD-OB Lenz hieß, und hier allein herrschte wie ein Sonnenkönig – Werner der Erste!

Mich wundert, daß die SPD nach Werner Lenz noch keine Straße oder einen Platz benannt hat, oder das ColumbusCenter in Lenz-Mausoleum umbenannt hat – aber das ist ein anderes Thema!

Also, endlich, nach 30 Jahren kommt Bewegung in das Thema, schade, daß die CDU im Herbst 2016 nicht über ihren Koalitionsschatten gesprungen ist, dann hätten wir jetzt einen anderen, einen vom Volk gewählten OB. Das meine Kollegen von der SPD, wäre Basisdemokratie!

Zustimmung zum Antrag , was sonst!”