Verehrte Betroffene und Interessierte am Rußland-Ukraine Krieg – also wohl alle in Deutschland und Europa.

Zur Zeit unterstützen viele deutsche Medien die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Putin. Das ist auch richtig und gut so, denn Putin ist der, der uns allen dieses Dilemma, was wir noch lange, z.B. bei den Energiepreisen zu spüren bekommen werden, eingebrockt hat.

Aber viele Medien übertreiben es auch dermaßen, daß diese Medien im Sinne der DEUTSCHEN WOCHENSCHAU (Beispiel BILD-TV) berichten, insbesondere indem gerade die Springerpresse letztlich die Beteiligung Deutschlands am Krieg fordert!

Deutsche Panzer, am besten den Leo II , sogar U-Boote und Korvetten fordert die Ukraine von Deutschland! Man hat uns eine Liste des nahezu kompletten deutschen Bestandes an Waffen vorgelegt und dazu eine Forderungsliste, übersandt mit dem Hinweis, daß die Ukraine damit ja auch Deutschland verteidigt!

Deutschland verteidigen? In dem die Ukraine den Donbass und die Krim zurückerobern, den Krieg gewinnen will!

Ich sage es dazu mit den Worten von Klaus von Dohnanyi:  “Es ist nicht unser Krieg”!

Glauben kann ich auch nicht, daß wir Deutsche für die Ukraine oder gar Springer in den Krieg ziehen möchten – unabhängig davon, daß Deutschland z.Zt. nur bedingt wehrfähig ist. Und gegen Rußland schon gar nicht!

Und wenn es keine geforderte Beteiligung am Krieg gibt, wenn “wir” den Forderungen, man könnte fast unverschämten Forderungen sagen,   z.B. in Form von “schweren Waffen”, nicht nachkommen,  dann werden es Springer und Co, angetrieben von Selenski und Melnyk sein, die “uns” die Schuld am verlorenen Krieg, an der Zerstörung der Ukraine geben und von Deutschland deshalb Milliarden zum Wiederaufbau der Ukraine einfordern. So wird es kommen, da bin ich sicher!

Nun erschien zur bisherigen Springerberichterstattung heute tatsächliche in der WELT eine erfrischend kritische Stimme die wir hier gern teilen:

Die WELT titelte heute :

Philosoph Sloterdijk vermisst Gegenstimmen in Ukraine-Debatte

Die WELT schreibt:”Laut dem ukrainischen Botschafter Melnyk fühlten sich viele Ukrainer in Deutschland nicht willkommen.”

Peter Sloterdijk widerspricht dem ausdrücklich:  „Sehr unwohl“ fühlt sich der Philosoph zudem bei der deutschen Berichterstattung über den Ukraine-Krieg, insbesondere das Verhalten des Botschafters Melnyk.

Sloterdijk sagt vielmehr lt WELT, “es liege in der Natur der Dinge, dass die die ukrainische Seite versuche, den Westen in den Krieg hineinzureden. Dies gelte sowohl für Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch für Melnyk.”

Weiter in der WELT „Gerade den Deutschen werfen sie mehr als allen anderen Seiten vor, noch nicht Kriegspartei geworden zu sein, weil sie in Deutschland das schlechte Gewissen und die Neigung zum Einknicken verspüren.“ Willige Mitarbeiter fänden sie dabei in deutschen Journalisten. „Wie enttäuschte Theaterbesucher, die gern mehr Spektakel gesehen hätten, werfen manche Journalisten dem Kanzler Scholz seine vorsichtige Haltung vor.“

“Die derzeitige Situation sei konfus, sagte Sloterdijk. Die westlichen Länder hätten sich auf der einen Seite dazu bringen lassen, „rhetorisch eine Art bedingungsloser Solidarität mit der Ukraine zu deklarieren“. Auf der anderen Seite seien sie entschlossen, nicht selbst Kriegspartei zu werden. In dieser Ambivalenz bewege sich die gesamte derzeitige Ukraine-Diskussion.

Seine eigene Haltung umriss Sloterdijk mit den Worten: „Die Lieferung schwerer Waffen wäre doch mehr oder weniger gleichbedeutend mit dem offenen Eintritt in die Position der Kriegspartei. Wenn westliche Politiker davor bisher zurückgeschreckt sind, hat das gute Gründe. Deutschland steht hier keineswegs allein, auch Frankreich und die USA waren sich bisher darin einig, bei den schweren Waffen Zurückhaltung zu üben.“

Über den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte Sloterdijk, es habe selten einen Politiker gegeben, „bei dem die Lüge einen so großen Anteil seiner sprachlichen Äußerungen ausmacht“. Putin sehe sich als Wiederhersteller einer „russischen Welt“, die jedoch weitgehend fiktiver Natur sei.”

 

Abschließend bleibt festzustellen, daß uns diese Art des von Sloterdijk kritisierten Verhaltens der Medien ja Methode hat, in den Bereichen Corona und “Klimawandel” ist es ja nicht anders.

 

Thomas Jürgewitz