Verehrte Freunde der AfD, Interessierte am „Abgang“ von Jörg Meuthen!

Normalerweise äußere ich mich nicht öffentlich zu parteiinternen Vorgängen, heute mache ich eine Ausnahme!

Man muß leider feststellen, daß Jörg Meuthen erwartungsgemäß Ende Januar 2022 die AfD verlassen hat.

Ich habe das, daß er seinen fahnenflüchtigen Vorgängern Lucke und Petry folgen wird, bereits ihm selbst im Februar 2021 vorausgesagt.

Dazu ein Auszug aus meinem Mailverkehr mit Jörg Meuthen vom Februar 2021. Wir hatten damals u.a. einen intensiven Austausch über den damaligen Landesvorsitzenden Peter (Over-)Beck, der mittlerweile über den Umweg über Lucke’s Restpartei LKR (Liberal-Konservative-Reformer) mit seinem Adlatus Sven Lichtenfeld als politisches Fallobst bei BIW gelandet ist.

Aber zurück zu Meuthen, am 2.2.2021 schrieb ich an Meuthen:

(…)Schon in BaWü hatten Sie sich ja 2016 lieber vom Acker gemacht und sich selbst nach Brüssel entsorgt, wie es viele Parteimitglieder empfinden – aber das Thema hatten wir ja schon! Ich will mich gar nicht in weitere fragwürdige Feststellungen Ihres Wirkens in der AfD ergehen, aber Ihre Wandlung vom Saulus zum Paulus in Sachen Flügel erscheint auch mir etwas sonderbar! Ich zumindest war nie auf Flügelveranstaltungen und auch nicht beim Kyffhäusertreffen!

Ich habe vielmehr die AfD unter ihren Vorsitzenden immer solange es ging unterstützt - wie es mir möglich erschien! Das galt auch
bis vor gar nicht langer Zeit für Sie, als viele andere sich
bereits klar gegen Sie, sowohl im Bundestag als auch in der Partei u.a. wg. Ihrer sozialpolitischen Vorstellungen, positioniert hatten.

Nunmehr sind Sie allerdings auf der gleichen schiefen Ebene, die schon zum Scheitern von Lucke und Petry geführt haben - 
auch diese Leute haben behauptet, sie seien am politischen Programm gescheitert, tatsächlich war es aber ihre Persönlichkeit!(...)“

 

Jörg Meuthen antwortete darauf am 5.2.21:

(...)5. Der Vergleich von mir mit Lucke und Petry wird ja von meinen innerparteilichen Gegnern (manche davon geradezu feindselig 
und mit wenig feinen Methoden, die ich jedoch nicht erwidere) gerne bemüht, und auch Sie machen ihn sich hier zu eigen. Allein: Er 
trägt nicht. Ihnen wird nicht entgangen sein, dass Lucke wie Petry schon länger und nach jeweils überschaubarenAmtszeiten in der 
Sprecherposition ausgeschieden und aus der Partei ausgetreten sind. Das hat seine Gründe in beiden Fällen in starkem Maße in der 
Persönlichkeitsstruktur, über die ich mich jedoch nicht äußere. Ich dagegen bin seit 4. Juli 2015 seit bald sechs Jahren in der Position
des Bundessprechers, wurde zwischenzeitlich zweimal mit überzeugenden Mehrheiten wiedergewählt, bin selbstverständlich nach 
wie vor Mitglied unserer AfD und strebe auch künftig weder einen Ausstieg aus der Partei noch gar eine mir sinnlos
erscheinende politische Neuausrichtung an(anders, als manche an meiner Diskreditierung interessierte Kreise in Permanenz 
so boshaft wie unzutreffend verbreiten).(...)“

Ja, es war absehbar, daß er genau wie seine Vorgänger die AfD verläßt und gleichzeit dabei beschädigen will – absehbar
in diesem Mailverkehr, dem Parteitag in Kalkar, dem ARD-Sommerinterview, dem Vorschlag der Ost-West-Spaltung 
der AfD  usw.

Letztlich ist auch Meuthen an seiner Persönlichkeit gescheitert, er war nicht in der Lage oder Willens sich der Partei
unterzuordnen! Wie bei Lucke und Petry, die auch einen alleinigen Anspruch auf die Führung wollten und daran 
gescheitet sind.

Gingen damals 2015 mit Lucke noch einige sehr fähige Köpfe, gingen mit Petry im September 2017 dann nur noch
eher fragwürdigeCharaktere wie Marcus Pretzel mit dieser „blauen“Dame, haben sich Meuthen nach meinen 
Erkenntnissen bisher keine 
Mandatsträger aus dem Bundestag oder Länderparlamenten , oder andere wichtige AfD-Mitglieder angeschlossen.

Es war zum Schluß sehr einsam um Jörg Meuthen geworden, auch im Bundesvorstand, wo er lange eine Mehrheit führte. 
Es weint ihm tatsächlich keiner  – mir ist niemand bekannt -  eine Träne nach, die AfD ist befreit von einem der die 
Partei seit längerer Zeit nicht nur belastet sondern stark geschädigt hat, der zunehmend nur noch als Fremdkörper 
und Spalter wahrgenommen wurde.

Was bleibt?

Meuthen hinterläß der AfD „seinen“ Parteispendenskandal!  Seine „Unwissenheit“ , Unbedarftheit oder Dummheit 
als Ökonomie-Professor kostete der AfD viel Geld, die wir für seine schweizer Kontakte als Strafe an den
Bundestagspräsidenten und teure Anwälte bezahlt haben;

aber Meuthen, der sich ja selbst schon aus dem Stuttgarter Landesparlament nach Brüssel entsorgt hatte, weil er
„seine“ Fraktion nicht zusammenhalten konnte, behält natürlich das von der AfD für ihn (siehe Strafzahlung für 
illegale Parteispenden) mehrfach bezahlte Mandat in Brüssel, weil, so wird spekuliert, auch ihm nach der 
entsprechenden Zeit in Brüssel eine dicke Abgeordnetenpension zusteht! 

Genau solche Leute wollte die AfD nie in ihren Reihen!

Nun wurde seine Immunität aufgehoben, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen seiner Spendenaffäre die uns –
ich vermerkte es bereits -  viel Geld gekostet hat – schauen wir Mal, ob er bedacht hat, daß unsere Entscheidungs-
trägen nun in diesen Ermittlungen nicht mehr hinter ihm stehen, sondern zur Wahrheitsfindung beitragen dürfen!

Nach Pressemeldungen sucht er eine neue politische Heimat, eine neue Partei will er gründen, er sei in 
Erfolg versprechenden Gesprächen!  Da wären wir wieder beim politischen Fallobst! Egal ob auf Bundes- oder 
Länderebene! Alle Abtrünnigen der AfD verschwanden im politischen Niemandsland - die braucht niemand!

Zum guten Schluß:

Lucke, Petry, Meuthen....ja, nicht schön, und viele sagen „müßt ihr euch immer streiten?“

Wir müssen nicht, wir wollen das auch nicht, aber es liegt wohl an der Natur der Politik! Man geht in die Politik 
um für seine Sache zu streiten - oder wie in anderen Parteien - um davon gut zu leben!

Streit, nichts anderes passiert z.B. ja auch bei SPD und CDU : wie viele Parteivorsitzende haben diese beiden Parteien 
in den letzten Jahren „verschlissen“, wie steht die CDU nach der letzten Bundestagswahl da, wie demnächst wieder 
die SPD, denn Scholz macht so weiter, er kann nicht.....anders!?

Und die Gutmenschenpartei der diversen Grünen.....da sprechen wir demnächst wieder drüber!

Bleiben Sie uns gewogen! Wo viel Bewegung ist, gewegt sich was, und die AfD bewegt sich weiter für unser Land, 
für unsere Bürger,für die Zukunft Deutschlands! Wenn nicht wir, wer soll und kann dieses Land noch retten?


Thomas Jürgewitz