Der Einzelkabarettist in der Stadtverordnetenversammlung  Milchert hat heute in einem Antrag gefordert:

“Flüchtlingsrouten übers Meer aus Westafrika nach Bremerhaven zu schaffen”!

Per Linienschiff nach Bremerhaven!

Er begründet das wie folgt:

“Dieses entlastet auch infrastrukturell und materiell unsere am Mittelmeer liegenden südeuropäischen Partnerstaaten. (…) Bremerhaven (…) könnte hier zukünftig ein europäisches Drehkreuz für Flüchtlinge werden. (…) So müssen wir (…) ein Kreuzfahrtschiff (…) chartern  um(…)  pro Fahrt etwa 300-400 Flüchtlinge  (…) nach Bremerhaven zu bringen. (…) Deutschland muß (…)  mit interessierten Flüchtlingen (…) Kontakt aufnehmen, um sie dann später dort in den Häfen Westafrikas abzuholen.  (…) Auf der ca 5-6-tägigen Schiffahrt nach Bremerhaven , könnte man die Zeit nutzen, die Flüchtlinge auf das Leben in Deutschland vorzubereiten. So vermeidet oder vermindert man das Fluchttrauma.”

Milchert erwartet vom Magistrat der Stadt Bremerhaven, “zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt  (…) um regelmäßig Schiffe nach Westafrika zu schicken um die dort auf Ausreise drängenden Menschen abzuholen”!   

Der Mann ist irgendwie Dr. und Professor geworden und erheitert mit seinen Beiträgen die Stadtverordnetenversammlung – einige behaupten, er nervt!

Wie auch immer, heute hatte er alle gegen sich, auch wenn natürlich Grüne und Linke den Antrag toll, aber nicht praktikabel fanden. Und, es sei “Wasser auf die Mühlen der Rechten”, wie ein Doktor der Grünen behauptete.

Stimmt!

Die AfD hat sich in diesem Fall in dem Redebeitrag von Thomas Jürgewitz auf das kabarettistische Niveau des Gartenbauprofessors eingelassen:

 

“Daß Ihnen die Menschen hier egal sind Herr Milchert, kennen wir ja aus Ihren kabarettistischen Einlagen hier.

Aber das fängt die AfD bei den Wahlen ja auf!

Die armen Leute aus Westafrika sollen aber nun in dieses schreckliche Deutschland geholt werden,

verseucht von CO2, NOX, den Nazis, Starkregen, Herbststürme im Herbst, Winter im Winter –

all das gibt es doch in Afrika nicht.

Und dann mit Schiffen, wo ein Schiff soviel Dreck macht wie alle Diesel-Autos in Deutschland pro Jahr-

wo bleibt da die Ökobilanz des zerstreuten Professors?

Wollen Sie den Afrikanern das wirklich antun,

gerade Sie stehen doch so auf archaische Lebensumstände, wie sie dort z.T. noch herrschen, viele Fußgänger, Radfahrer, wenige Autos,

aber dafür haben die sicherlich Ortsschilder,

warum Herr Milchert helfen Sie nicht vor Ort, in Afrika,

die Leute warten da auf Sie, davon bin ich überzeugt,

und, damit helfen Sie auch uns!”