Liebe Kommunalpolitiker,
am 3. Mai findet im Schaufenster Fischereihafen eine öffentliche Vereidigung der MOS-Rekruten statt. Die Linke in Bremerhaven protestiert scharf gegen diese „Werbung fürs Militär“. Zitat: „Wir lehnen die Zurschaustellung von militärischen Zeremonien im öffentlichen Raum ab. Dieses stammt noch aus der Zeit des Kaiserreichs – und des Nazi-Reichs. Gerade Bremerhaven hat hier eine unrühmliche Geschichte. Zu erinnern ist an die „Hunnenrede“ Kaiser Wilhelms II 1900 in Bremerhaven zur Verabschiedung des deutschen Kontingents einer imperialistischen Truppe aus sechs europäischen Staaten, den USA und Japan, die den chinesischen Widerstand gegen die imperialistische Intervention in China brechen sollte. Weiterhin fuhren von den Nordsee-Häfen Bremerhaven und Wilhelmshaven die Schiffe zur Unterdrückung der Bevölkerung in den deutschen Kolonien, z.B. zum Völkermord gegen die Hereros und Namas in Südwest-Afrika.“
Hier nun unsere Frage der Woche an Sie, die Bremerhavener Kommunalpolitiker:
>> Passen öffentliche Vereidigungen eigentlich noch in die Zeit? <<
 
Mit freundlichen Grüßen         
Lokalredaktion Bremerhaven     
 

Hier unsere komplette Antwort, die aber erneut und ohne Rücksprache nicht vollständig wiedergegeben wurde:

“Die AfD-Gruppe antwortet wie folgt:

Eine Irreführung des Wählers, wenn die Linkspartei, aus Kommunisten von SED, DKP, KPD und anderen linkssektiererischen Gruppen zusammengesetzt, gegen einen angeblichen Militarismus mobil macht! Die Sturmabteilung (SA) der Linkspartei, die ANTIFA, ist doch gerade die Gruppe, die den Bürgerkrieg, die Weimarer Verhältnisse in Deutschland wieder einführt, Bürger und Staat bedroht! Die Mai-Demos und der Terror gegen demokratische Parteien wie der AfD sind beste Beispiele! Auch die Terroristen der RAF, der Hamas, PLO usw. werden gern unterstützt. Öffentliche Vereidigungen sind dagegen Teil unserer Demokratie!

Thomas Jürgewitz

Gruppensprecher”

Die “kastrierte” Version :

In der NZ-Ausgabe vom 6.Mai 2017 wurde die Kenntlichmachung “SA” für Sturmabteilung weggelassen, sowie der komplette Satz  “Auch die Terroristen der RAF, der Hamas, der PLO usw. werden gern unterstützt”

Wenn dann schon gestrichen werden muß, weil der Text ggf zu lang ist, so wäre es doch angebracht, den Urheber des Textes darüber zu informieren um diesem die Gelegenheit zu geben, die Textstellen zu streichen, die dieser für nicht so relevant hält. Ansonsten ist der Text entstellend oder wir u.U. anders verstanden als vom Urheber beabsichtigt!

Gerade der Hinweis SA war hier wichtig. Mit der Bezeichnung SA können viele etwas anfangen, daß das eigentlich nur die Abkürzung für Sturmabteilung ist, wissen hingegen deutlich weniger (junge) Menschen. Auch daß der Terror der Antifa sich in die unrühmliche Unterstützung der Kommunisten für die Terroristen  RAF usw einreiht, paßte hier sehr gut in den Ursprungstext!

Generell gilt:

Leider glauben die Medien ihrem “Auftrag” gerecht zu werden, indem sie immer wieder Passagen aus einem Kontext entnehmen, wodurch dann ein ganz anderes Bild oder ein anderer Sachverhalt entsteht. Ob das immer ungewollt passiert, kann immer nur vermutet werden, die Presse nimmt sich diese Freiheit und nennt es Pressefreiheit!