Verehrte Freunde!

In der Bremischen Bürgerschaft wollte man letztlich zu Ehren der anarchistischen Räterepublik auf Antrag der KPD-Nachfolgepartei DIE LINKE zukünftig Bremen immer am 6.November beflaggen : zu Ehren der “Revolution” vom 9.November 1918, die die Kommunisten gerne für sich beanspruchen, stattdessen aber terroristisch bekämpft haben! (Am 6. November kamen meuternde Matrosen aus Kiel nach Bremen, für Kommunisten besonders wichtig!)

Das sollte dann von der Bürgerschaft – ohne Debatte – abgesegnet werden!

Nicht mit der AfD! Der AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Thomas Jürgewitz “erzwang” eine Debatte, die dann zum Erfolg hatte, daß auch CDU und FDP dem ursprünglichen, von ihnen selbst mitgetragenen  Antrag NICHT mehr zustimmen wollten – und nun gibt es am 6.November keine roten Flaggen mit Hammer und Sichel vor dem Rathaus! Oder war das nur symbolisch gedacht?

Wie auch immer, der Weser-Kurier brachte darüber einen interessanten Artikel:

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-schlagabtausch-ueber-raeterepublik-_arid,1956448.html

 

Und hier die komplette Rede von Thomas Jürgewitz zu dem Thema “Erinnerungskonzept Novemberevolution 1918/19”:

Der Kaiser braucht Sonne hieß es fast 50 Jahre lang – dann kam die Revolution!

Man muß sich schon wundern,

da verlieren die Kommunisten 1918-20 eine Revolution und machen nun heute hier in der Bürgerschaft ein Heldenepos davon,versuchen die Novemberevolution mit ihren Folgen für die Demokratie für sich zu instrumentalisieren –

und die sog. demokratischen Parteien folgen ihnen unwidersprochen!

Im Zuge der bolschewistisch-kommunistischen Revolution von 1917 hatten sich in Deutschland eine Reihe von neuen radikalen linken Gruppierungen gebildet,

die das neue radikale sowjetische System im Zuge einer Revolution mit dem Kriegsausgang 1918 auf das Deutsche Reich übertragen wollten.

Zu diesen demokratiefeindlichen Gruppierungen gehörten neben der Abspaltung der SPD, die USPD,

eine Reihe von anarchistischen Gruppierungen wie der Spartakusbund unter Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht,

aus dem Anfang 1919 die KPD hervorging und die heute Die Linke als Rechtsnachfolger der SED heißt!

Die SPD-Politiker Ebert und Scheidemann hatten sich im November nicht zuletzt deshalb an die Spitze der Revolution gesetzt,

um eine bürgerlich parlamentarische Republik zu schaffen, und einen weitergehenden Umsturz zu vermeiden.

Diesen radikalen und anarchistischen Kräften, USPD, Spartakusbund und KPD genügte die Revolution vom 9.November 1918 aber bei weitem nicht und sie führten vorsätzlich bürgerkriegsähnliche Zustände herbei,

die der SPD-Kriegsminister Gustav Noske nur mit Mühen und der Unterstützung von nationalen Freikorps niederschlagen konnte –

sonst hätten wir schon früher in Deutschland Zustände wie unter Stalin gehabt!

Eine breite Allianz linksextremer Kräfte unter Einschluß der KPD bildete schon Anfang Januar 1919 einen provisorischen Revolutionsausschuß, der sogleich den Sturz der neuen Regierung Ebert, der Ausrufung von Räterepubliken – auch in Bremen – , und mit dem Spartakusaufstand zum bewaffneten Kampf aufrief,

in dem in den Folgewochen über 1000 Personen „der Roten Revolution“ zum Opfer fielen.

Bis 1933 bekämpfte die KPD weiterhin die Demokratie mit allen Mitteln und wollte aus Deutschland eine Sowjetrepublik machen, diese Enkel der KPD erdreisten sich nun die Vorzüge der Novemberrevolution zu preisen, die sie selbst bzw ihre Vorväter radikal und terroristisch, staatszerstörend bekämpft haben!

Wie verlogen!

Wie heuchlerisch!

Und diese SPD hier und Sie, die anderen selbsternannten Demokraten , machen nun gemeinsame Sache mit diesen Umstürzlern! Unglaublich!