Im politischen Abgrund der Stadt Bremerhaven:

Die Große Koalition traut sich selbst nicht mehr und stellt bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige gegen sich selbst!

Die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert (SPD) schickt am 29.Januar per Mail  unter “steng vertraulich” einen Vorentwurf des Gutachtens der Sonderprüfer zu Büsing’s Strohhalm an folgende Personen:

Oberbürgermeister Grantz (SPD)

Stadträtin Dr.Schilling (SPD)

Horst Cordes (SPD)

Katja Reimelt (SPD)

Irene v. Twistern (CDU)

Marina Kargoscha (CDU)

Beate Gissel-Baden (ohne bekanntes Parteibuch) als Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes

Am 8.Februar 2019 berichtete Radio Bremen (Buten&Binnen) über de Inhalte des “streng vertraulichen” Gutachtenentwurfes und fügte an, der Entwurf sei “anonym zugespielt”. Nun gespielte Entrüstung der höchsten Repräsentantin der Stadt – obwohl seit Jahren alles zunächst den Medien zu entnehmen ist, was die Stadtverordneten eigentlich unverzüglich erfahren sollten.

 

Wenn also nur acht Personen den Inhalt dieses Gutachtens kennen, wovon 7 der SPD oder CDU angehören, also der Regierungskoalition in Bremerhaven, darf man schon erstaunt sein, wie selbst im innersten Zirkel der verfilzten Stadtregierung alles an die Öffentlichkeit durchgestochen wird,

Fraglich ist, wer ein Interesse daran hat ? Ich hatte dazu bereits in 2 Artikel unter der Sammelüberschrift “Büsings Strohhalm” berichtet. Insofern gibt es offensichtlich unter den 8 Personen allein wohl mehrere “Interessenten” für politische Ränkespiele – und die “Kampflinien” laufen quer durch die Parteien:

in der CDU scheinen z.Zt. alle Frau Büsing “lieb zu haben”, es spielt ihnen ja auch in die Karten im anstehenden Wahlkampf. Nur haben sie 4 Jahre lang nichts gegen den SPD-Filz, zu dem gerade Frau Büsing gehörte, unternommen. Im Gegenteil, sich “filzen” ständig mit der SPD um die Wette!

In der SPD erstaunt, wie einige auch hier mit der “Verräterin” umgehen. So lobte der Oberbürgermeister jüngst Frau Büsing und ihre illegalen Aktivitäten seit 1996 über den grünen Klee – braucht man sich da noch wechselseitig um aus dem Sumpf herauszukommen?

Magistratsdirektor Polansky hingegen, als 1.Bürokraft des Oberbürgermeisters,  geht ganz anders mit Frau Büsing um – da laufen die Fronten wohl schon durchs Vorzimmer des Oberbürgermeisters.

Die Zerstrittenheit der SPD, nicht erst seit der Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl unter den “Gewerkschaftlern” Behrenwald und Schmidt mit ihren jeweiligen Fußtruppen, ist auch hier offenkundig, und dokumentiert den Niedergang der Sozis in einer Stadt wo die SPD einmal eine Zweidrittelmehrheit hatte und glaubte die Stadt zu besitzen.

Letztlich wird man alles auf Frau Gissel-Baden abschieben: diese steht seit Jahren auf der Abschußliste der SPD und nun auch der CDU, denn Frau Gissel-B könnte in ihrer Funktion als Chefin des Rechnungsprüfungsamtes genau das entdecken, was seit Jahrzehnten unter der Filzmatte der SPD und ihrer wechselseitigen Fremdbeziehungen schlummert.

 

Wenn acht Personen, die Teil des wesentlichen Leitungsgefüges der Stadt sich nicht vertrauen können oder wollen und nun zur Kosmetik des eigenen Versagens die Staatsanwaltschaft bemühen, ist es ganz schlecht um die Stadt und ihr Personal bestimmt,

gut, das bald neu gewählt wird, hoffentlich richtig!

 

Thomas Jürgewitz